Archiv


Zeugen gesucht

22. Juli 2011

In New York und Ghana werden Zeugen gesucht, die helfen Homosexuelle zu binden. Doch während die Bindung in New York ganz freiwillig eingegangen wird, sollen in Ghana Zwangsbindungen vollzogen werden.
Im Bundesstaat New York tritt am kommenden Sonntag ein Gesetz in Kraft, das die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt. Mehr als 1.500 Trauzeugen werden deshalb allein an diesem Tag den Bund des Lebens zwischen zwei liebenden Menschen bezeugen.
In Ghana hingegen sollen Zeugen Schwulen und Lesben nicht zu einer freiwilligen Bindung verhelfen, sondern sie in Zwangsbindungen bringen. Denn in Ghana geht es nicht um das individuelle Glück der Homosexuellen, sondern um den Schutz einer ganzen Nation. Paul Evans Aidoo, Regionalminister im Westen Ghanas, sieht in Schwulen und Lesben eine Bedrohung für das Land und fordert deshalb die Bevölkerung auf, Homosexuelle den Behörden zu melden. Und auch religiöse Führer sorgen sich um das Land. Sie warnen vor Gesetzen zum Schutz von Homosexuellen, denn diese würden den Zorn Gottes über Ghana bringen. Naja, und wer will schon den Zorn Gottes auf sich ziehen? Homosexuelle sollen deshalb aus der Gesellschaft beseitigt und ins Gefängnis gesperrt werden. Dort gehen sie dann ja auch eine Art Bund für das Leben ein, aber nicht mit einem liebenden Menschen, sondern mit einem menschenverachtenden Ort, der sie ihrer Freiheit und ihres Lebensglücks beraubt.
Bleibt die Hoffnung, dass es auch in Ghana eine Zeit der Aufklärung und Vernunft geben wird und dann Zeugen gesucht werden, die ihre Mitmenschen glücklich machen.





Suche